Unternehmerecho

Firmengründer übergab Betrieb an Nachfolger

Heinrich Winter sucht und findet seinen Nachfolger für seine Atlantique Automatisierungstechnik GmbH

Ihlow-Riepe. Den richtigen Nachfolger zu finden ist eine große Hürde im Nachfolgeprozess. Heinrich Winter aus Ihlow, Geschäftsführer der Atlantique Automatisierungstechnik GmbH, hat einen Nachfolger für sein Unternehmen gesucht und gefunden: Thomas Eller, Inhaber der Eller – Industriesteuerungen, erwarb die Atlantique Automatisierungstechnik GmbH zum 1. Januar 2019.

Eines der wichtigsten Ziele für Heinrich Winter war es, sein Lebenswerk in die richtigen Hände zu übergeben. Die Fortführung des Unternehmens, die Erhaltung der zehn Arbeitsplätze und des Know-Hows ihm besonders am Herzen.

„Ein spontaner Rückzug aus dem Arbeitsleben schien mir nicht erfolgversprechend“, so Heinrich Winter. „Ich habe mich umfassend auf verschiedenen Veranstaltungen der IHK Emden und auf dem Tag der Unternehmensnachfolge in Oldenburg über eine Nachfolge informiert. Gemeinsam mit der MITTELTSTANDSBERATUNG MEINERS-HAGEN GmbH & Co. KG. habe ich aktiv nach einem Nachfolger gesucht und dadurch einen geeigneten Käufer gefunden.“ Der Senior-Unternehmer führt weiter aus: „Die Mittelstandsberatung hat verschiedene potentielle Interessenten kontaktiert, die über die fachliche, persönliche und finanzielle Kompetenz verfügen. Mit den Interessenten wurde Vertraulichkeit vereinbart und nach meiner Freigabe wurde das Kurzexposé versandt. Mit einem engeren Kreis an Interessenten wurden persönliche Gespräche in den Riepster Geschäftsräumen vereinbart, um weitere Informationen auszutauschen.“

„Bei diesem ersten Termin geht es darum, ob die Chemie zwischen dem Unternehmer und seinem potentiellen Nachfolger stimmt. Dies ist besonders wichtig, da ansonsten keine erfolgreiche Unternehmensnachfolge funktioniert“, erläutert Gertrud Meiners-Hagen, geschäftsführende Gesellschafterin der MITTELSTANDSBERATUNG MEINERS-HAGEN GmbH & Co. KG. Dazu Thomas Eller, der die Eller Industriesteuerungen seit 1995 in Bielefeld leitet: „Es wurden sämtliche Meilensteine verhandelt und der Kaufvertrag unterzeichnet. Mit dem Erwerb der Atlantique Automatisierungstechnik GmbH setzen wir unseren Expansionskurs seit 1995 weiter fort.“ Der glückliche Käufer führt weiter aus: „Durch den Unternehmenskauf sind wir ab sofort auch im Gewerbegebiet Riepe bei Aurich präsent. Durch die Geschäftsübernahme haben wir den gesamten operativen Bereich von der Atlantique Automatisierungstechnik einschließlich aller Einrichtungen, Firmengebäude, Mitarbeiter und Kundenaktiva erworben.“

Aus Erfahrung weiß Gertrud Meiners-Hagen, dass der gesamte Nachfolgeprozess sehr emotional und im höchsten Maße vertraulich ist. „Eines Tages muss der Senior-Unternehmer sein Lebenswerk loslassen, und die Verantwortung für sein Unternehmen an seinen Nachfolger übergeben. Der Käufer muss darauf vertrauen, dass ein vollständiges Bild des Unternehmens offengelegt wurde und dass alle Risiken bekannt sind. Das Vertrauensverhältnis zwischen dem Senior-Unternehmer und seinem Nachfolger darf zu keinem Zeitpunkt gestört sein“, fügt die Spezialistin für Unternehmensnachfolge hinzu. Deshalb sei es auch wichtig, dass heikle Punkte zur Sprache gebracht werden, ohne dass die Beziehung zwischen Verkäufer und Käufer Schaden nimmt. Ein vollumfängliches Vertrauen zwischen beiden Parteien in das Unternehmen und die Mitarbeiter ist zwingend erforderlich.

„Frau Meiners-Hagen hat uns durch den gesamten Nachfolgeprozess gelotst. Ich konnte mit ihrer Hilfe die Nachfolge der Atlantique Automatisierungstechnik GmbH erfolgreich sicherstellen. Der gesamte Prozess war stets von großem Vertrauen geprägt. Mein Ziel ist erreicht“, betont der 61-jährige Heinrich Winter. Regelmäßig hat er zahlreiche Bachelor-Arbeiten von Studierenden der Hochschule Emden-Leer und der Fachhochschule erfolgreich begleitet und dies soll auch in Zukunft so bleiben. Für knapp ein Jahr bleibt Heinrich Winter der Atlantique Automatisierungstechnik erhalten, bevor er in den Ruhestand geht.

„Für die Zeit nach der Übergabe brauchte ich eine Perspektive. Zudem war es vom Käufer gewünscht, dass ich das Unternehmen noch eine bestimmte Zeit begleite. Zukünftig möchte ich dann viel Sport machen und den Garten bewirtschaften, zusammen mit meiner Frau. Da ich mit dem gesamten langjährigen Nachfolgeprozess viel gelernt habe, könnte ich mir vorstellen, als Senior-Consultant zum Beispiel Existenzgründer und Start-Ups zu beraten und unternehmerisches Know-How weiterzugeben“, bringt es der Senior auf den Punkt.

Abschließend fügt Gertrud Meiners-Hagen noch einmal hinzu, sich frühzeitig mit dem Nachfolgeprozess – in der Regel 2-3 Jahre – auseinanderzusetzen. Dies ist deshalb so wichtig, damit der Prozess selbst mitgestaltet werden kann. Das ist eine wichtige Aufgabe des Managements. „Damit keine Unternehmenswerte vernichtet werden, ist es zudem sehr bedeutend, dass das Unternehmen in guten Zeiten

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