

Eurohafen setzt wichtige Signale für die Zukunft
Von Hans Brauer
Haren.
Harens Bürgermeister Markus Honnigfort gibt sich sehr optimistisch, wenn er nach der weiteren Entwicklung im Eurohafen gefragt wird. Mitte 2008 wurde dieses Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Emsland und der Städte Haren und Meppen in Betrieb genommen. Rund 21 Millionen wurden investiert, um in der Kreismitte einen neuen leistungsfähigen Hafen mit 450 Hektar Industrie- und Gewerbeflächen anzulegen. „Es war ein ganz wichtiger Schritt für die Zukunft unserer Region. Wir führen zurzeit viel versprechende Verhandlungen“, beschreibt der Bürgermeister die Lage.
Dabei denkt Honnigfort keineswegs nur an Verhandlungen mit Enercon. Wie mehrfach und ausführlich berichtet, will der Auricher Betrieb am Eurohafen möglicherweise eine neue Produktionsstätte für Rotorblätter bauen. Von bis zu 1.000 neuen Arbeitsplätzen ist die Rede. Die Rotorblätter sollen nach Durchlaufen der Produktionslinie direkt aus Schiff verladen und an den jeweiligen Bestimmungsort verbracht werden. „Ja, Landrat Hermann Bröring und ich führen Gespräche mit Enercon. Das Ergebnis muss man abwarten“, beschreibt er die Lage.
Bürogebäude wurden hochflexibel angelegt
Haren.
Die Verwaltung des Eurohafens in Haren arbeitet von Beginn an in einer mobilen Raumlösung des Container Spezialisten ELA. Konkret hat ELA im Eurohafen eine zweistöckige Bürocontainer-Anlage montiert und bezugsfertig eingerichtet. Die Anlage lässt sich bei Umstrukturierungen im prosperierenden Hafenkomplex problemlos umgestalten, erweitern oder auch komplett umsetzen.
Das Hauptgebäude umfasst insgesamt 10 Container, fünf im Erdgeschoss und fünf im Obergeschoss. Highlight ist ein zusätzlicher, zweistöckiger “Wintergarten”, der einen beeindruckenden Blick über den Eurohafen ermöglicht.
„Im Gegensatz zu vielen anderen Projekten ist die Büroanlage im Eurohafen auf Dauer angelegt“, so ELA-Geschäftsführer Günter Albers. Hier komme es den Betreibern vor allem auf höchste Flexibilität an. Aber auch der Preis sei ausschlaggebend gewesen. „Ein Festbau wäre deutlich teurer geworden und ist eben nicht mobil“, so Albers.
Größter Zuwachs bei Geschäftsreiseverkehr
Von Joachim Teubner
Lingen.
Allen Grund zum Strahlen hatten Gerd Schmidt, Tourismus & Veranstaltungsmanagement, Gesche Hagemeier, Tourismusmanagement und Roman Otte, Geschäftsführer Lingen Wirtschaft + Tourismus e.V. beim Pressegespräch am 22.01.2010 in der Stadtverwaltung. Konnten Sie doch eine überaus erfolgreiche Jahresbilanz 2009 für den Lingener Tourismus präsentieren. Im Vergleich zum Jahr 2008 war in den Beherbergungsbetrieben ab neun Betten eine Steigerung von insgesamt 12,9%, von 130 000 auf 148 000 Übernachtungen zu verzeichnen.
„Wir hatten zu verschiedenen Zeiten im Jahr keine Möglichkeit, den Gästen über unsere Touristinformation eine Unterkunft zu vermitteln, da alle Betriebe ausgebucht waren“, betonte Gesche Hagemeier in ihrer Präsentation. Gerd Schmidt führte aus, dass Lingen bei den Übernachtungen damit weit über dem Bundestrend (-0,3 %), dem Bundesland Niedersachsen (+0,6%) und dem Landkreis Grafschaft-Bentheim (+0,6%) stehe. Nur zwei Städte in Niedersachsen, Oldenburg und Lingen, haben einen Zuwachs von über 10% erreichen können. Roman Otte zeigte die Gesamtentwicklung von 2005 bis 2009 auf; demnach bedeutet die Steigerung der Bettenanzahl von 1220 auf 1660 einen Zuwachs von 36 % der verfügbaren Beherbergungskapazität.




