

Neue Druckmaschinen und uneingeschränkter Lieferverkehr
Von Heiko Olszewski
Aurich.
Noch müssen die Lenker großer LKW ihr fahrerisches Können aufbieten, um ihren Brummi rückwärts in die kleine Straße „Am Ostbahnhof“ zu rangieren. Als die Druckerei Meyer vor 14 Jahren in das heutige Betriebsgebäude am Kopfende einer Wohnstraße zog, war nicht absehbar, dass dieses einmal aus allen Nähten platzen würde. Auslastungsprobleme kennt das vom Geschäftsführertrio Friedrich Günsel, Sohn Lutz Günsel und Tochter Silke Schmeding geleitete Familienunternehmen nämlich nicht. Entsprechend umfangreich ist mittlerweile der tägliche Lieferverkehr, wobei „täglich“ für fast rund um die Uhr steht. „Papier wird uns häufig auch nachts angeliefert“ – Lutz Günsel ist froh, dass die Nachbarn das bisher mit (er)trugen.
Das wird sich ab Sommer 2012 deutlich ändern, denn der Neubau im Gewerbegebiet Schirum II bietet auf 5.000 Quadratmeter Grundstücksfläche mehr als ausreichenden Rangierraum. „Auch die zweite Straßenanbindung an die B 72 ist ein großer Vorteil“ und damit für Lutz Günsel ein weiterer Grund für die Standortwahl.

Lathener Bürger setzen auf regenerative Energien
Von Hans Brauer
Lathen.
Das neue Holzheizkraftwerk mit einem 24 Meter hohen Schornstein beim Bauhof an der B 70 ist weithin sichtbar als Signal für di Energiewende in Lathen. „Wir sind stolz darauf, dass sich unsere Bürger so engagiert für den Klimaschutz einsetzen und auf Wärme aus regenerativen Energiequellen setzen“, freut sich Bürgermeister Karl-Heinz Weber. Die vor zwei Jahren gegründete „Energiegenossenschaft Nahwärme Emstal“ findet eine starke Resonanz. „Die genossenschaftliche Idee führt Bürger, Kommunen und die lokale Wirtschaft zu gemeinschaftlichem Handeln zusammen und stellt eine hervorragende Form zur Unternehmensgründung dar. Dieses Konzept hat voll und ganz überzeugt“, betonen die Vorstandsmitglieder Otto Merkers und Wilfried Freerks in einem Gespräch mit dem WIRTSCHAFTSECHO.
Die Energieerzeugung aus Sonne, Wind und nachwachsenden Rohstoffen hat in der Emsgemeinde in den letzten Jahren ein starkes Echo gefunden. 50 Windkraftanlagen, mehrere zehntausend Solarmodule und zwei Biogasanlagen erzeugen heute dreimal so viel Strom wie in der Samtgemeinde benötigt wird. Mit der Gründung der Energiegenossenschaft Nahwärme Emstal vor zwei Jahren wurde die Wende hin zu regenerativen Energiequellen eingeleitet und unumkehrbar gemacht. Über 400 Haushalte (mehr als die Hälfte) und zahlreiche öffentliche Gebäude bzw. Einrichtungen sind inzwischen an das neue Wärmenetz angeschlossen. Ziel ist es, die Samtgemeinde insgesamt mit umweltfreundlicher Wärmeenergie zu versorgen.

Erlebniswelt in parkähnlicher Umgebung – mitten im Gewerbegebiet
Von Heiko Olszewski
Aurich.
„Am liebsten würde ich die restlichen Abdeckplanen schon runternehmen“, so Meenke Pollmann, Geschäftsführer der Pollmann & Renken GmbH. Er kann es kaum erwarten, das Zentrum des neuen Ausstellungsgebäudes so lichtdurchflutet zu sehen. Schon jetzt wirkt das Gebäude außergewöhnlich luftig und freundlich. Fast wie ein riesiger Wintergarten. Innen hoch und hell – dafür sorgen die weiträumigen Fensterflächen von P&R und die Unterbringung der Büros und Schulungsräume des oberen Stockwerks entlang einer Galerie.
Pollmann und Renken, seit 1972 im Auricher Industriegebiet-Süd ansässig und längst weit über Ostfrieslands Grenzen hinaus bekannt, suchte nach einer Lösung, Sommer- und Wintergärten, Türen und Fenster zeitgemäßer, innovativer und „erlebbar“ zu präsentieren. Eben ganz anders als in der branchenüblichen Musterausstellung in der Halle. Das ließ sich am Stammsitz in der Jadestraße nicht verwirklichen. Eine erste Annäherung entstand 2007 mit einer Verkaufs- und Ausstellungsniederlassung in Oldenburg. Doch P&R wollte mehr – eine zukunftsweisende, neue Art, den Kunden ein Raum- und Wohngefühl zu vermitteln. Bei der Suche nach einem passenden Grundstück wurde P&R von der Auricher Wirtschaftsförderung, insbesondere vom Ersten Stadtrat Hardwig Kuiper, tatkräftig unterstützt.






