

Von Inge Meyer
Krummhörn-Pewsum. Die Klaus Wiegand Maschinenbau ist international aufgestellt und fertigt seit 21 Jahren Schneide- und Verpackungstechnik für die Lebensmittelindustrie an. Ob Käseslicer mit Trennpapier, im Fachjargon Interleaver, oder ohne, Wurstverpackungen für Pieper in Cloppenburg oder für die Fleisch- & Wurstwaren Kemper – bei Wiegand Maschinenbau im Gewerbegebiet Pewsum wird auf Kundenwunsch individuell per CAD entwickelt, so dass die Wurst, Käse oder Krabben in die Weich- oder Hartverpackung passen.
„Zurzeit entwickeln wir eine neue Verpackungsform für Heidemark in Garrel“, erklärt Maschinenbaumeister Klaus Wiegand, der acht Mitarbeiter und Aushilfen beschäftigt. Auch Krabbenverpackungen für Fischereibetriebe und Krabbengroßhändler und Medizinverpackungen kommen von Wiegand aus der Krummhörn. „Erst kürzlich haben wir eine komplette Bacon-Verpackungsanlage nach Ungarn geliefert und dort auch in Betrieb genommen“, so der Chef weiter. Denn neben der Konstruktion und Entwicklungen der Schinken-Schneidemaschine mit anschließender Gewichtskontrolle, Rausnahme von Ausschussware bis hin zur Komplettverpackung, sind die Techniker von Wiegand Maschinenbau auch für den Aufbau und die Inbetriebnahme der Verpackungsmaschinen vor Ort in aller Herren Länder verantwortlich. „Wir arbeiten viel mit Dolmetschern und Übersetzern und es klappt immer hundertprozentig.“ Ob Brasilien, Europa, Indien, Mexiko, Russland und viele mehr – auf „Made in Germany“ aus Pewsum legen die Kunden seit 21 Jahren viel Wert.
„Zurzeit sind wir in Gesprächen mit Vietnam“, so der Maschinenbaumeister. Er erklärt eine Käsemaschine, in der oben ganze Käse reinkommen, und unten fertig verpackt in Weichpackungen eingeschweißt rauskommen. Doch nicht nur Schneide- und Verpackungstechnik gehört zur Spezialität von Wiegand aus Pewsum, sondern vieles mehr: Formatwerkzeugbau, Teflonbeschichtung, Siegelplatten, Fertigung, Silicondichtungen und Folienketten. Mehr über die Wiegand Maschinenbau auch im Internet unter www.wiegand-maschinenbau.de sowie www.wiegand-maschinenbau.com.
Von Inge Meyer
Krummhörn-Pewsum. Das Gewerbegebiet in Pewsum besteht seit 25 Jahren in der Gemeinde Krummhörn und kürzlich starteten die Baggerarbeiten, um eine Umgehungsstraße zu erschließen. „Diese Straßenbaumaßnahme ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Land, vom Kreis und von den Gemeinden zusammen“, informierte Frank Baumann, Pressesprecher der Gemeinde Krummhörn im November.
Mit insgesamt 19 Ortschaften ist die Gemeinde Krummhörn sehr großflächig und insgesamt leben dort rund 13.000 Einwohner. Zurzeit ist das Gewerbegebiet Pewsum rund 20 Hektar groß und der Erweiterungsplan sieht vor, dass ein weiterer rund 9 Hektar großer Abschnitt dazu kommen soll. „Derzeit sind Verhandlungen über Gewerbeflächen und einige Flächen sind bereits mit Kaufoptionen belegt“, sagte Wirtschaftsförderer Helmut Wilts von der Gemeinde Krummhörn. Mit der Erweiterung des Gewerbegebiets in Pewsum, dass verkehrsmäßig rund zehn Kilometer von der Autobahn A 31 entfernt liegt, wird auch die Umgehungsstraße gebaut. „Dafür werden jetzt finanzielle Mittel in den Haushalt zur Verfügung gestellt.“ Da es sich in Pewsum um einen Kleiboden handelt, wird zurzeit eine Sandstraße ausgekoffert, die dann erst einmal 20 Monate liegen muss. Voraussichtlich im Jahr 2010 sollen die Baumaßnahmen fertig gestellt werden.
Die Struktur der Gewerbetreibende in Pewsum, die in einem Gewerbeverein seit 25 Jahren organisiert sind, ist recht unterschiedlich: von Dienstleistungsunternehmen bis Maschinenbauer und von Einzelhandelsbetrieben bis zum Stahlhallenbauer. Nach Auskunft des Wirtschaftsförderers können die Gewerbeflächen individuell nach Parzellen an interessierte Unternehmen veräußert werden.
Auch in der touristischen Ortschaft Greetsiel gibt es ein Gewerbegebiet, in dem ganz neue Firmen ihren Betrieb ansiedeln möchten. Dazu gehört ein holländischer Fischerereibetrieb, der küstennah arbeitet und das drei Hektar große Gewerbegebiet Greetsiel als Standort für einen Neubau gewählt hat. „Der Vorteil im Gewerbegebiet Greetsiel ist, dass das Betriebspersonal dort auch gleichzeitig wohnen darf“, betont der Wirtschaftsförderer. Bei rund 28 Euro pro Quadratmeter Fläche liegt der Preis für die Grundstücke, denn auch in Greetsiel finden Bauwillige den Kleiboden in der Krummhörn vor.
Auch auf dem touristischen Wohnungsmarkt in Greetsiel tut sich was: Nachdem mehrere Ferienwohnungen und Zweiwohnungen fertig gestellt worden sind, wird zurzeit ein neues Hotel garni gebaut.




