Deutsch-niederländisches Unternehmerinnen-Treffen befasste
sich mit "Messemarketing"
Deutsch-niederländisches Unternehmerinnen-Treffen befasste sich mit "Messemarketing"

Stolperstein auf Messen im Nachbarland wegräumen

Von Inge Meyer
Muntendam/Veendam. Rund 20 deutsche und niederländische Unternehmerinnen sowie die Projektleitung der Federation4Womann auf niederländischer Seite und Irina Hornstein von LeeWerk Wisa GmbH aus Leer kamen im Natuurpark „Tussen de Venen“ in Muntendam zusammen, um den Vortrag von DIHK-Referentin Toby Keni zu hören. „Mit einer Messeteilnahme im Nachbarland möchten Sie mehr Profit und mehr Umsatz erwirtschaften, aber dafür sollte die Etikette des Landes berücksichtigt werden“, erklärte Toby Keni, die von der Deutsch-Niederländischen Handelskamer aus Den Haag anreiste.

Allein die Produktwerbung in Holland ist ganz anders: Mit der richtigen Biersorte hat man(n) Spaß, ist fröhlich und witzig. So ist beispielsweise die Botschaft von Heineken. Bei Krombacher, Radeberger oder Jever steht Heimatverbundenheit, Umweltverträglichkeit – beispielsweise mit Felsquellwasser gebraut – und Natur im Werbespot ganz vorne.

„Besuchen Sie beispielsweise eine Fachmesse für Maschinenbau in Deutschland, spielen sämtliche technische Prüfungen, beispielsweise CE-geprüft oder TÜV, eine sehr große Rolle“, so Toby Keni. „Holländer sehen dies lockerer und fangen manchmal sogar schnell mit dem `Du` an.“ „Wichtig ist auch, die Presse früh genug zu informieren, zu Pressegesprächen einzuladen, entsprechend gut aufbereitete Pressemappen mit fachlich korrekter Übersetzung auf großen Messen in die dafür vorgesehenen Pressefächer zulegen und vieles mehr“, sprach Keni den Kommunikationsweg an. Allein zur ITB nach Berlin kommen über 5.000 Journalisten weltweit und auf der Hannover Messe sind es noch mehr.

Wichtig sei auch ein frühzeitiges Training für die Messeteilnahme. Ob in punkto Gespräche am Messestand, die Einladung durch Zusendung von Gratiskarten, das Bekanntmachen durch Anzeigen in Messezeitungen oder durch einen Artikel in der Hauszeitung sowie Plakatveröffentlichungen an Bushaltestellen oder ähnliches – hier ist ein genauer Zeitplan gefragt und das Standpersonal sollte über die einzelnen Maßnahmen Bescheid wissen.

Auch eine Unternehmerin aus Rhauderfehn, eine Trainerin aus Emden und eine Freiberuflerin aus Hesel kamen nach Muntendam, um sich zu informieren. Gleichzeitig konnten sie sich mit den niederländischen Unternehmerinnen austauschen, welche Stolpersteine es gibt. Mehr Informationen gibt es auch unter www.federation4women.eu.

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