Mit Garden Girls in die Zukunft

Bei Gartenbau de Vries findet der 17. Business Netzwerkabend in Tange statt

Apen-Tange. Sie sind rosa, weiß oder violett, sie heißen zum Beispiel Betty oder Hilda und zusammen sind sie die „Garden Girls“ aus der bunten Heidewelt mit über 90 verschiedenen Sorten. Auch in Apen werden die Garden Girls gezüchtet, und zwar bei Gartenbau de Vries im Ortsteil Tange der Gemeinde Apen.

Erst im Januar letzten Jahres hat Jan de Vries den renommierten Heidespezialbetrieb Marohn & Häger übernommen und das Traditionsunternehmen fit für die Zukunft gemacht. Besonderen Fokus hat der ambitionierte Jungunternehmer zum einen auf neue Sorten und zum andern auf optimierte Haltbarkeit und verbesserte Pflanzengesundheit gelegt. Dafür wurde die Betriebsfläche vergrößert, modernisiert und zusätzlich in Automatisierung investiert.

Welche Herausforderungen dafür angenommen wurden und welche Pläne noch geschmiedet werden, darüber referiert Jungunternehmer und Nachfolger Jan de Vries am 28. April zwischen 19 und 21 Uhr beim 17. Business Netzwerkabend.

Dazu hat Apens Bürgermeister Matthias Huber wieder alle eingeladen, was in der Wirtschaftswelt Rang und Namen hat. In den Räumlichkeiten des Gartenbaubetriebes in Tange verspricht Huber unter dem Motto „Mit den Garden Girls in die Zukunft“ einen spannenden Rundgang, innovative Perspektiven und einen inspirierenden Vortrag über Unternehmergeist, Fortschritt und nachhaltiges Wachstum. Im Anschluss steht dann ein gemeinsames Abendbrot mit regem Austausch aller Teilnehmer auf der Tagesordnung.

Mit dem Netzwerk wurde eine Plattform für Akteure in der Geschäftswelt und der heimischen Wirtschaft geschaffen. „Die Fachleute aus der Wirtschaft und ihr Wissen sollen damit zu einem lockeren Zusammenschluss gebündelt werden“, erklärt Huber „Es geht auch darum, neuen Betrieben oder z.B. Jungunternehmern die Chance zu eröffnen, hier mit den Betriebsinhabern der traditionellen, seit Jahren ortsansässigen Firmen, ins Gespräch zu kommen.“ Das Business Netzwerk besteht aus Verwaltungsvertretern der Gemeinde Apen und den ortsansässigen Unternehmen.

 

In diesem Jahr findet der Unternehmerabend bei Gartenbau de Vries in Apen-Tange statt. Foto: Inge Meyer

Neubau auf autofreier Insel

Bürgermeister Onno Brüling weihte Kur- und Wellnesscenter ein

Langeoog. Vor knapp 200 Gästen, denen am Bau beteiligten Handwerkern und Einheimischen, hielt Bürgermeister Onno Brüling eine Rede zur Eröffnung des neuen Kur- und WellnessCenter (KWC) mit Investitionskosten in Höhe von knapp sechs Millionen Euro. „Heute ist ein besonderer Tag für Langeoog. Nach vielen Jahren Planung und Bauen eröffnen wir heute ein Haus, das Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität in den Mittelpunkt stellt“, sagte Onno Brüling, Bürgermeister der Inselgemeinde Langeoog, am 26. März bei der Eröffnung.

Schon von weitem ist der moderne Klinkerbau mit 14 Behandlungszimmern, einem großen Fitnessstudio und einem hellen Kursraum zu erkennen. Im Erdgeschoss kommt der Gast zur Rezeption und die Behandlungsräume für die Physiotherapie befinden sich ebenfalls dort. In das Obergeschoss gelangt der Gast per Fahrstuhl. Auf der rechten Seite befinden sich dort die Behandlungsräume für Massagen und Wellnessanwendungen, eine Tee-Bar sowie ein großer Ruheraum. Alle Räume sind mit bodentiefen Fenstern lichtdurchflutet gebaut und schön eingerichtet.

Neben einer historischen mit Sand gefüllten Badewanne als Dekoration stehen im Obergeschoss zahlreiche Sitzgelegenheiten zur Verfügung. Von dort aus geht es in die Schlick-Abteilung. Im linken Trakt befindet sich auch der Inhalationsraum.

Im Neubau können nun rund 12.000 Behandlungen und 4.500 Wellness-Anwendungen pro Jahr für unsere Gäste und Langeooger angeboten werden“, hob Brüling in seiner Rede hervor, der seit einem Jahr Bürgermeister ist. Mehr Informationen über die autofreier Urlaubsinsel unter www.langeoog.de.

 

Netzwerker Hajo Agena geht in den Ruhestand

Fast ein Vierteljahrhundert vertrat Agena die Interessen der Mitglieder

Ostfriesland/Oldenburg.

Für Hajo Agena war die Bezirksdelegiertenversammlung des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsen e. V. (GVN) am 10. März im Landhaus Oltmanns ein besonderer Termin. Nach 25 Jahren im Dienst des Verbandes war es seine letzte Versammlung in aktiver Funktion. Ende Juni wird der langjährige Bezirksgeschäftsführer in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Der gebürtige Ostfriese kennt das Verkehrs- und Logistikgewerbe von Grund auf. Er erlernte den Beruf des Speditionskaufmanns und übernahm im Jahr 2002 seine Tätigkeit beim GVN in Oldenburg. In seiner Funktion als Bezirksgeschäftsführer für die Bezirksgruppen Oldenburg und Ostfriesland vertrat er die Interessen von Bus- und Transportunternehmen, Taxi- und Mietwagenbetrieben sowie Speditionen und Möbelspeditionen.

In dieser Funktion war Hajo Agena über viele Jahre weit mehr als ein reiner Verwaltungsvertreter. Er verstand sich als Ansprechpartner, Netzwerker und Interessenvertreter für die Unternehmen der Branche. „Hajo hat die Strukturen von Anfang an mitgeprägt und verfügt über ein großes Fachwissen“, betont Rainer van Mark, Vorsitzender der GVN-Bezirksgruppe Ostfriesland.

Sein Wirkungskreis reicht weit über die Bezirke Ostfriesland und Oldenburg hinaus. Über all die Jahre baute er ein enges Netzwerk in der Region auf und pflegte die Zusammenarbeit sowohl mit den Mitgliedsunternehmen als auch mit den zuständigen Behörden und Institutionen partnerschaftlich und auf Augenhöhe. Und das über Jahrzehnte.

Mit dem Eintritt in den Ruhestand endet für den GVN-Bezirksgeschäftsführer nun ein Vierteljahrhundert engagierter Verbandsarbeit. Für viele Unternehmen in Ostfriesland und im nordwestlichen Niedersachsen war er in dieser Zeit ein verlässlicher Ansprechpartner, ein kenntnisreicher Interessenvertreter und ein wichtiger Impulsgeber für Ausbildung, Nachwuchs und Netzwerkpflege in der Verkehrs- und Logistikbranche. Mehr Informationen auch im Internet unter www.gvn.de.

86 Gründungs- und Start-up Beratungen

Wirtschaftsförderung begleitet 86 Gründungs- und Start-up-Beratungen

Lingen. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Lingen (Ems) hat im Wirtschaftsausschuss (WGA) über ihre Aktivitäten in der Gründungs- und Start-up-Beratung berichtet. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 86 Gründungs- und Start-up-Beratungen durchgeführt.

Gründungen und Unternehmensnachfolgen sichern Arbeitsplätze, stärken unsere Wirtschaft und bringen neue Impulse für den Standort Lingen“, betont Oberbürgermeister Dieter Krone. „Dass wir im vergangenen Jahr 86 Beratungen durchführen konnten, zeigt, wie groß der Bedarf ist – und wie wichtig es uns ist, Gründerinnen und Gründer sowie Nachfolgerinnen und Nachfolger verlässlich zu begleiten.“

Das Beratungsangebot reicht von der ersten Ideenbesprechung über die Businessplanberatung bis hin zur Fördermittelberatung. Ein Teil der Beratungen erfolgte in Kooperation mit der Volkshochschule, unter anderem im Rahmen von Businessplan-Workshops. Neben klassischen Existenzgründungen spielt auch die Unternehmensnachfolge eine wichtige Rolle. Fünf Nachfolgeprozesse wurden 2025 begleitet, um bestehende Betriebe zu sichern und Know-how am Standort zu halten.

Flankiert wird die individuelle Beratung durch konkrete Veranstaltungsformate: Am 19. November 2025 fand der Existenzgründungstag EXEL in Lingen statt, einen Tag zuvor die Preisverleihung des Gründerpreis Nordwest, der ebenfalls in Lingen ausgerichtet wurde.

Auch das Start-up- und Innovationsökosystem in Lingen wächst weiter. Die Wirtschaftsförderung treibt dessen Ausbau aktiv voran und begleitet Start-ups intensiv auf ihrem Weg. Ziel ist es, innovative Geschäftsideen frühzeitig zu unterstützen und nachhaltige Wachstumsstrukturen am Standort zu schaffen. Ein zentraler Bestandteil dieses Ökosystems ist das Seedhouse Lingen. Hier wurden bislang vier Start-ups in insgesamt fünf Batches betreut bzw. befinden sich aktuell in der Betreuung.

Darüber hinaus profitieren Start-ups und Gründende von ergänzenden Angeboten wie der Möglichkeit, sich zu vergünstigten Konditionen im Coworking Space „AnDock“ einzubuchen. So entstehen nicht nur flexible Arbeitsmöglichkeiten, sondern auch wertvolle Netzwerkeffekte zwischen jungen Unternehmen, etablierten Betrieben und weiteren Akteuren der regionalen Wirtschaft.

Unser Ziel ist es, Lingen dauerhaft als gründungsfreundlichen Wirtschaftsstandort zu positionieren“, so Krone weiter. „Mit klaren Angeboten und messbaren Ergebnissen.“ Interessierte, die sich selbstständig machen oder ein Unternehmen übernehmen möchten, können sich direkt an die Wirtschaftsförderung der Stadt Lingen (Ems) wenden. Die Beratung ist individuell, praxisnah und kostenfrei.

Emder Flugplatz im Aufwind

Neue Logistikhalle von EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Emden. Die neue rund 1.350 Quadratmeter große Logistikhalle der EnBW Energie Baden-Württemberg AG am Flugplatz Emden ist weitgehend fertiggestellt und soll zur Jahresmitte bezogen werden. Von der neuen Lagerhalle aus werden drei EnBW-Windparks in der Nordsee mit Material und Ersatzteile beliefert.

Der Spatenstich für die neue Halle auf Erbbaurecht war bereits im Frühjahr letzten Jahres. Im Mai letzten Jahres startete auch der Bau des größten Offshore-Windparks He Dreiht, etwa 85 km von Borkum entfernt. Somit stieg die Anzahl der Material und Geräte-Flüge ebenfalls an. „Bislang wurden die EnBW-Windparks von Baden-Württemberg aus beliefert. Mit der Fertigstellung der neuen Logistikhalle erfolgt das dann von hier aus“, sagt Diplom-Ingenieur Olaf Schmidt, Geschäftsführer der Flugplatz Emden GmbH, dessen Vertrag bis 2031 um fünf Jahre verlängert wurde.

Der Neubau befindet sich fast direkt gegenüber der Flugplatz-Verwaltung und ist mit einem Hochregallager ausgestattet. Derzeit erfolgen die restlichen Innenausbauarbeiten in der Logistikhalle. Rund 30 Fachkräfte arbeiten für EnBW am Emder Flugplatz. Das Energieunternehmen ist bereits seit dem Jahr 2019 dort mit einem Büro- und Servicegebäude ansässig.

Parkhaus mit 190 Stellplätzen

Wir haben zwar schon Schotter-Parkplätze zusätzlich ausgewiesen, aber es sind insgesamt zu wenig Parkplätze am Flugplatz. Deshalb bauen wir ein neues dreistöckiges Parkhaus mit 190 Stellplätzen“, informiert der Geschäftsführer Olaf Schmidt. Die Pfahlgründung für den Neubau mit Investitionskosten in Höhe von rund drei Millionen Euro ist bereits abgeschlossen und voraussichtlich im Oktober soll das Parkhaus in Betrieb genommen werden.

Mittlerweile gibt es rund 300 Beschäftigte, überwiegend aus der Offshore-Branche, am Flugplatz. Mit dem Neubau des Parkhauses gibt es dann rund 250 Parkplätze. Und darüber hinaus befindet sich der Flugplatz weiterhin „im Aufwind“. „Es gibt konkrete Anfragen von Firmen nach Gewerbeflächen. Mit der rechtskräftigen Erweiterung des Gewerbegebiets in Richtung Süden und Westen können wir dann dementsprechend Lösungen anbieten.“ Mit der Erweiterung soll es auch in der zweiten Jahreshälfte losgehen.

Bildunterschrift: Olaf Schmidt hier vor der neuen EnBW-Halle

Bildunterschrift:

Von links: Olaf Schmidt erkundigt sich beim Bauleiter Goran Lucic von der Firma dip

Volle Fahrt voraus zur Endausrüstung

Endausstattung der Luxuskreuzer ab dem Jahr 2027 in Emden

Papenburg/ Emden. Nach langen Gesprächen der Verantwortlichen von Werft, Stadt, Land und Maritimer Wirtschaft steht es fest: Die nächsten vier Kreuzfahrtschiffe der Meyer-Werft in Papenburg werden im Emder Hafen ausgestattet.

Voraussichtlich sollen 2027 auch zwei Kreuzfahrtriesen aus Papenburg auf Reise gehen: Die Carnival Festivale im Frühjahr und die Disney Believe im Herbst. Bis 2033 sind dann die Auftragsbücher der Werft mit weiteren Schiffe vor allem für die Disney Cruise Line und MSC Cruises gefüllt. Dabei wird es einige Neuerungen geben.

So setzt Disney ab 2029 auf eine kleinere Schiffsklasse mit je rund 100.000 Bruttoraumzahlen (BRZ), während MSC seine New-Frontier-Klasse mit 180.000 BRZ startet. Voraussichtlich ebenfalls im Jahr 2029 wird die Meyer-Werft dann ganz neue Wege gehen und für Ulyssia Residences kein klassisches Kreuzfahrtschiff, sondern ein Wohnschiff für Langzeit-Bewohner bauen.

Außerdem wurde bei der Meyer-Werft ein neues Kapitel aufgeschlagen: Auf der Messe Seatrade Cruise Global in Miami/USA wurde das Projekt „Vision“ vorgestellt. Es ist das weltweit erste zu 100 % batterieelektrisch betriebene Kreuzfahrtschiff mit einer Größe von mehr als 80.000 BRZ. Die Konzeptstudie zeigt, wie nachhaltige Innovationen die Zukunft der Kreuzfahrt neu definieren können. Foto: Archiv

Energiewende mit Bürgerbeteiligung & innovativer Technik

Vorstand der Borkum Energiewelle eG ist mit dem ersten Jahr zufrieden

Borkum. Die Borkum Energiewelle eG wurde am 7. Mai 2025 gegründet und ist am 23.Juli in das Genossenschaftsregister eingetragen worden. Die PV-Anlage verfügt über eine Leistung von 70.000 kWh und erzielte im Startjahr rund 14.500 kWh „grünen Strom“.

Bei der Gründung der Borkum Energiewelle hat uns Ulli Mitterer vom Genossenschaftsverband Weser-Ems geholfen. Da waren es 12 Personen, mittlerweile sind wir insgesamt 86 Genossinnen und Genossen. In diesem ersten vollem Wirtschaftsjahr möchten wir 100 anpeilen“, sagt Markus Stanggassinger, Aufsichtsratsvorsitzender der neuen Genossenschaft. Das sind überwiegend Borkumer, aber auch Anwohner vom Festland und Gäste.

Die PV-Anlage wurde von der Firma Nordwell Solar aus Moormerland geliefert. „Die Energiewelle eG ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Energiewende lokal, gemeinschaftlich organisiert und technisch auf dem neuesten Stand umgesetzt werden kann“, so Jan Lindemann, Geschäftsführer der Nordwell Vertrieb GmbH. „Die installierte PV-Anlage bei der Kläranlage hat 85.0000 Euro gekostet und das Geld war vorhanden“, erzählt Helmut Heine, Vorstandsvorsitzender der Borkum Energiewelle eG. Jedes Genossenschaftsmitglied kann Anteile in Höhe von 250 Euro erwerben, aber maximal nur 20 Anteile. „Die Grenze haben wir bei 20 Anteilen gesetzt. wenn ein Mitglieder kurzfristig austreten möchten und ausgezahlt werden muss“, fließt nicht zuviel Kapital ab“, erklärt Heine.

Bei der Genossenschaft geht es um die Erzeugung des grünen Stroms und nicht um Gewinnerzielung. „In dem ersten angebrochenem Rumpfjahr 2025 haben wir 14.500 kWh erzeugt, damit sind wir sehr zufrieden“, informiert Peter Stukenborg, stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Die erwartete Menge an Grünstrom ist auf maximal 70.000 kWh in diesem Jahr veranschlagt worden. „Generell ist die Amortisationsdauer besser bei kommunalen Objekten“, betonen Heine und Stukenborg.

Auch eine Kombination mit Elektromobilität ist auf der Insel mit rund 5.000 Einwohnern zukunftsweisend. „Was dieses Projekt besonders macht, ist die Kombination aus innovativer Technik und echter Bürgerbeteiligung. Die Wertschöpfung bleibt auf der Insel, und die Menschen können aktiv Teil der Energiewende werden“, betont Jan Linnemann von der Firma Nordwell.

Mehr Informationen auch unter www.energiewelleborkum.de.

 

Von links:

Aufsichtsratsvorsitzender Markus Stanggassinger und die Vorstandsmitglieder der Energiewelle eG, Helmut Heine und Peter Stukenborg, sind mit dem Jahr 2025 zufrieden.

Foto: Inge Meyer

Foto: dreisp. Oben

     

Seite 1 von 13

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén